Chevrolet Corvette C1 Serie 3

Beschreibung

Die Geschichte der Corvette ist lang und beginnt im September 1951. Damaliger Chef der Designabteilung von GM war Harley Earl. Er war etwas über 40, ein begnadeter Designer und hatte es sogar zum Vizepräsident des riesigen Autokonzerns geschafft. Ihm haben wir diverse technische Innovationen und Designelemente wie zum Beispiel die Heckflossen zu verdanken.

Er war mit der Sportwagensituation in den Staaten unzufrieden und diese Meinung teilten viele seiner Landsleute. Die Rennstrecken wurden nämlich von europäischen Sportwagenherstellern dominiert und die Amerikaner hatten nichts, womit die dagegen antreten konnten. Beim Besuch eines Autorennens wurmte ihn diese Situation so sehr, dass er entschied, einen amerikanischen Sportwagen herzustellen.

Der damalige Präsident tat sich schwer, seine Leute daran arbeiten zu lassen und es sollte noch etwas dauern, bis das OK von oben kam. Trotzdem beauftragte Harley seine Abteilung unter dem Codenamen «Projekt Opel» am Design eines amerikanischen Roadsters zu feilen. Harley war im zweiten Weltkrieg in Deutschland stationiert und daher stammt auch die Idee des Namens für das geheime Projekt.

Am 2. Juni gab der Präsident, Harlow Curtice, endlich grünes Licht für die Ausarbeitung der Roadster-Idee mit günstiger Fiberglaskarosserie. Aufgrund der Vorarbeit von Harleys Team stand bereits im Januar 1953 ein Prototyp bereit. Es war ein weisser Roadster mit rotem Interieur, der bis auf die Karosserie aus bereits vorhandenen Teilen anderer Modelle des Konzerns hergestellt wurde.

Die Serienproduktion liess nicht lange auf sich warten und so rollte am 30. Juni 1953 bereits die erste Serien-Corvette vom Band. Die extrem kurze Zeit, die den Ingenieuren nach der Vorstellung blieb, um Motor und Fahrwerk zu konstruieren, forderte ihren Tribut. Der Motor, ein leicht optimierter Blue Flame Sechszylinder, war bereits veraltet und mit knapp 150 PS deutlich zu schwach für einen teuren Sportwagen. Das Fahrwerk war schwammig, das Verdeck (wenn vorhanden) war undicht, Türgriffe fehlten und darüber hinaus gab es die ersten Modelle nur mit Plastik-Schiebefenster und in weisser Farbe.

Die Verkaufszahlen waren tief und ein Drittel der gebauten Fahrzeuge fanden keinen Käufer. Andere amerikanische Fahrzeuge, wie der Ford Thunderbird waren günstiger und schneller, weshalb bereits über das Einstellen der Produktion diskutiert wurde.

Die Corvette sollte eine zweite Chance erhalten und so wurden der Konstrukteur Zora Arkus Duntov mit einem neuen Fahrwerk und der Chefingenieur Edward Cole mit der Entwicklung einer neuen V8-Motors für den Sportwagen beauftragt. Das Ergebnis waren ein deutlich strafferes Fahrwerk und ein 1955 eingeführtes 4.3 Liter Aggregat mit ordentlichen 195 PS, welches die Corvette lautstark in nur neun Sekunden auf Tempo 100 brachte. Diese Änderungen und ein tieferer Kaufpreis machten die Corvette zu einem echten Sportwagen und brachten sie zurück auf den Erfolgskurs.

1956 überarbeitete Harley Earl das Design: Die Heckflossen verschwanden und die neuen Lufteinlässe hinter den Vorderrädern wurden durch die zweifarbige Lackierung betont. Türgriffe, Kurbelfenster und Radio sorgten nun für etwas Komfort. Ein Jahr später wurde das Fahrwerk weiter verbessert, was die Aufnahme eines grösseren Motors ermöglichte. Der Hubraum stieg auf 4.6 Liter und mit der neuen Benzineinspritzung leistete der Motor nun satte 283 PS. Der 283er V8 der Corvette war übrigens der erste auf dem Markt erhältliche Motor, der exakt 1 PS pro Kubikzoll leistete. Geschaltet wurde automatisch mit drei Gängen.

Um die Kunden an der Stange zu halten, hat Harley Earl für das 1958er Modell wieder ein Facelift ausgetüftelt. An der Front fanden Doppelscheinwerfer Platz und rundum gab es mehr Chrom, der aber bereits im nächsten Jahr wieder reduziert wurde. 1960 machte Chevrolet erstmals Gewinn mit der Corvette und von da an ging es mit den Verkaufszahlen bis heute aufwärts. Ab dem 60er Modell waren die Zylinderköpfe aus Aluminium gefertigt und optional wurde ein 4-Gang-Schaltgetriebe eingebaut.

1961 wurde die C1 ein letztes Mal optisch überarbeitet. Die Front wurde von den Vorgängermodellen übernommen und das Heck war nun ein Bootsheck, welches man auch an den folgenden Corvette-Generationen finden sollte. Ebenfalls in diesem Jahr hat der neue Chefdesigner Bill Mitchell für die vier runden Rückleuchten gesorgt, die man in ähnlichem Stil bis zur heutigen Corvette am Heck findet.

General Motors hatte es dank Harley Earl und seinem Mitarbeiter Bob McLean, der die ersten Linien der Corvette zeichnete, erfolgreich geschafft einen rein amerikanischen Sportwagen auf den Markt zu bringen. Vom letzten Modell von 1962 wurden bereits 14’531 Modelle abgesetzt und Insgesamt wurden 69’015 Corvette C1 verkauft.

 

Diese Corvette C1 der dritten Serie hat den Jahrgang 1961 und wurde 2012 aus den Staaten in die Schweiz importiert. Der Wagen wurde anschliessend in eine private Autosammlung überführt und seitdem wartet die Maschine geduldig darauf, geprüft und bewegt zu werden. 2017 wurde von einem F.I.V.A-Experten ein Wertgutachten erstellt und der Wagen mit der Note 1- bewertet. Die C1 ist optisch wie technisch in einem atemberaubend guten Zustand.

Verkauf im Kundenauftrag. Besichtigung auf Anfrage.

Preis auf Anfrage.

Details

– 100’092 Meilen (abgelesen, wurde bei der Restauration nicht zurückgesetzt)

– Zustand 1 minus

– Erstzulassung 1961

– 4’639 ccm Hubraum

– 279 PS

– Innenfarbe Kunstleder blau

– Aussenfarbe Blau Metallic

– Komplettrestauration

– Top Spaltmasse

– F.I.V.A Wertgutachten

– Title und 13.20 vorhanden

– Import 2012, seitdem in privater Sammlung

– FIN 10867S105111

– Stammnummer 414.131.943

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