Ford Mustang GT350 H Clone

Beschreibung

Anfang der 60er Jahre gingen Marktanalysen davon aus, dass ein Grossteil künftiger Neuwagenkäufer unter 30 Jahre alt sein werden. Diese Generation bevorzugte preiswerte Sportwagen und weil der sportliche Thunderbird, der seit 1955 von Ford angeboten wurde, immer grösser und teurer wurde, musste ein neues Modell her.

Der Wagen soll weniger als 2500 Dollar kosten, unter fünf Meter lang sein, unter 2500 Pfund auf die Waage bringen und vier Personen sportlich bewegen können. Zur Minimierung der Kosten soll der Wagen auf dem bereits vorhandenen Ford Falcon basieren.

1962 steht ein Prototyp mit dem Namen Mustang bereit. Der Name stammt von einem legendären US-Kampfflugzeug, der Mustang P-51, ab. Der Wagen war ein Roadster mit Mittelmotor und nur zwei Sitzplätzen. Optisch gab es kaum Ähnlichkeiten mit dem späteren Serienmodell.

Nach nur 18 Monaten Planung und Design spuckte das Ford-Werk River Rouge bei Dearborn am 5. März 1964 bereits die ersten Mustangs aus. Offiziell vorgestellt wurde der Wagen am 17. April und der Ansturm war enorm. Über 20’000 Kaufverträge wurden am ersten Tag unterzeichnet.

Von Anfang an waren die Karosserieformen Cabrio und das Coupé in verschiedenen Motorisierungen erhältlich. Ein 170-ci-Sechszylinder (2.8 Liter) machte den Anfang und den V8 gab es in den Grössen 260 mit 2fach-Vergaser und 289 mit 4fach-Vergaser sowie als 289 HiPo mit satten 275 PS. Geschaltet wurde manuell mit drei oder vier Gängen und den Automaten gab es mit drei Gängen. Der 170er wurde wegen mangelnder Leistung noch im selben Jahr durch einen 200-ci-Sechszylinder ersetzt und der 260-ci-V8 wurde komplett aus dem Programm genommen. Der V8 wurde nur noch als 289er angeboten, dafür wahlweise mit 2- oder 4fach-Vergaser.

Im September 1964 gesellte sich die dritte Modellvariante, der Fastback, zur Modellreihe.

Der GT350, der für das hier angebotene Fahrzeug als Vorbild diente, war das Werk Caroll Shelbys. Sportwagen verkauften sich besonders gut, wenn seriennahe Fahrzeuge an den Wochenenden auf der Rennstrecke dominierten und um diese Werbung zu nutzen, wurde Shelby auf den Plan gerufen.

Das Reglement des SCCA verlange für den Rennstreckeneinsatz einen Grosserien-Antrieb und da hatte Ford mit dem 4.7-Liter-V8, genannt K-Code, eine bereits ordentlich kraftvolle Maschine an Lager. Mit wenig Aufwand sorgte Shelby beim Serienmässig verbauten 289er HiPo für etwas mehr Luft und erreichte damit eine Leistung von 306 PS. Die Starrachse des Mustangs wurde durch die stärkere Ausführung des Ford Galaxie ersetzt, die hinteren Trommelbremsen wurden vergrössert und vorne taten Scheibenbremsen ihr Werk. Zwecks besserer Gewichtsverteilung wurde die Batterie in den Kofferraum versetzt, die Motorhaube wurde aus leichtem GFK gefertigt und rundum wurde am Gewicht gefeilt. Die Rückbank war für den Renneinsatz ohnehin nutzlos.

Das SCCA-Reglement verlangte, dass mindestens 100 Stück dieser modifizierten Fahrzeuge gebaut werden müssen und Ford konnte 1965 satte 562 Stück ausliefern. Alle waren weiss lackiert und gegen Aufpreis gab es die so genannten Le-Mans-Streifen.

Dieses Fahrzeug ist nicht nur ein GT350 Clone sondern ein Nachbau des nur 1’001 Mal gebauten GT350H, der speziell für den Autovermieter Hertz angefertigt wurde. Statt weiss waren alle Fahrzeuge der H-Serie in den Farben des Autovermieters, nämlich schwarz und gold, lackiert.

Der Wagen wurde in den Jahren 2009 und 2010 in Costa Mesa, Kalifornien durch einen ehemaligen Shelby Mechaniker bis ins kleinste Detail restauriert und von Grund auf dem 350H nachempfunden. Es handelt sich also nicht einfach um eine günstige Kopie, sondern eine perfekte Replica.
Die komplette Karosserie wurde in Trockeneis gebadet und entlackt, damit der Wagen perfekt und wie es sich für eine Nut & Bolt Restauration gehört neu aufgebaut werden kann.

Der originale 289er V8 wurde nach Shelby Standard zu einem High Performace Cobra Motor umgebaut. Dazu wurde er auf 302 ci aufgebohrt und mit einem Vierfach-Holley-Vergaser, einer scharfen Nockenwelle, neuen Ventilen, einem Fächerkrümmer, einer Edelstahl Auspuffanlage und einer elektronische Zündung gesegnet. Der Motor bringt auf dem Prüfstand zwischen 310 und 320 PS. Geschaltet wird mit einem neuen 5-Gang-Getriebe.

Sämtliche für die Restauration benötigten Teile stammen nicht aus einer Reproduktions-Firma, sondern von Ford Classics in Dearborn. 2010 wurde der Shelby in die Schweiz importiert und bei Stephan Bollinger in Zürich nach Schweizer Standard perfektioniert.

Die komplette Restauration und der Umbau wurden mit Bildern dokumentiert und haben über 120’000.- CHF gekostet. Die Dokumentation liegt dem Wagen natürlich bei.

Preis: 99’000 CHF

Besichtigung und Probefahrt auf Anfrage. Verkauf im Kundenauftrag. Finanzierung möglich.

Details

– MFK 09.2019

– Perfekter Zustand

– Nut & Bolt Restauration

– 20’000 Km

– Handschalter

– Shelby 350GT Hertz Clone

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