VW 1600 L Custom

Beschreibung

Mit dem Wirtschaftswunder Bulli und dem und dem Dauerbrenner Käfer hatte VW den Fahrzeugmarkt hierzulande lange im Griff. Als die Konkurrenz mit dem Ford Taunus 17M und dem Opel Rekord A bereits die Mittelklasse im Visier hatte, hinkten die Wolfsburger aber deutlich hinterher. Eine neue Baureihe in der Mittelklasse musste her und weil diese neben dem Transporter und dem Käfer die dritte war, wurde das Modell schlicht «Typ 3» genannt.

«Keine Experimente» lautete die Devise und so wurde der Wagen auf der Basis des Käfers aufgebaut. Anders wäre eine schnelle Produktion auch nicht möglich gewesen, denn alle VW-Werkstätten und -Prüfstände waren auf den 2.40 Meter langen Radstand des Käfers geeicht. Der Zentralrohr-Plattformrahmen, die Drehstabfederung und der Boxermotor im Heck blieben ebenfalls erhalten.

Das neue Topmodell wurde 1961 auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) VW 1500 vorgestellt. Die Bezeichnung «Typ 3» blieb aber bis heute bestehen.

Der Zweitürer war dank dem Stufenheck und der Länge von 4.23 Metern trotz aller Gemeinsamkeiten mit dem Käfer ganz deutlich von diesem zu unterscheiden. Um das grössere Gewicht zu bewegen, wurde der Käfer-Motor auf 1.5 Liter aufgebohrt, was in einer Leistung von 45 PS resultierte. Darüber hinaus wurde das Lüfterrad verlegt, was den Vierzylinder zum Flachboxer machte. Diese Meisterleistung der Ingenieure macht die Mechaniker noch heute verrückt, den nur Kinderhände können an diesem Motor vernünftig schrauben. Einen positiven Zweck hatte der Umbau allerdings, denn dank der flachen Bauweise konnte über dem Heckmotor ein kleiner Stauraum eingerichtet werden. Das Auto hatte nun also zwei Kofferräume. Richtig zum Tragen kam diese Änderung allerdings erst nach Einführung des Kombi Variant kurz nach der IAA.

Neben dem Stufenheck und dem Kombi gab es noch ein Fliessheck-Modell. Ein Cabrio wurde ebenfalls für die Entwicklung bereitgestellt, ging aber nie in Serie. Der Typ 3 war übrigens die Basis für die bekannten Karmann Ghia Modelle Typ 14 und Typ 34.

Obwohl der Typ 3 weniger Platz als seine Konkurrenten bot, fühlte sich der Käfer-Fahrer im Typ 3 doch in einer ganz anderen Liga. Die Verarbeitung war sehr gut und für den Preis war der Wagen ganz ordentlich ausgestattet. Die Pedale waren nach wie vor stehend montiert und auch die Schaltung erinnerte an den Käfer aber die Strassenlage war im Typ 3 deutlich besser und auch etwas mehr Schub war zu spüren. Dank dem weit hinten montierten und tief liegenden Motor war auch die Geräuschkulisse im Inneren erheblich ruhiger als bei einem Käfer.

Zwei Jahre nach der Premiere des 1500 erschien der 1500S mit zwei Vergasern und 54 statt 45 PS. Die Leistung kam an, doch der Motor war thermisch sehr anfällig. Abhilfe verschaffte der 1965 erschienene VW 1600 mit neuem Motor, ebenfalls 54 PS und Scheibenbremsen vorne. 1967 gab es optional eine Dreistufenautomatik und eine elektronische Einspritzung in Form des Modells 1600 LE. Ein etwas grösseres Facelift kam 1969 mit einer 12 cm längeren Front, entsprechend grösserem vorderen Kofferraum, neuen Stossstangen, Blinkern und Rückleuchten. Die Produktion des Typ 3 endete 1973 nach über 2.5 Millionen gebauten Exemplaren und der Nachfolger der VW 1600 wurde der bis heute erfolgreich produzierte VW Passat.

Der Typ 3 ist heute recht selten zu sehen und bis jetzt eher mässig gesucht, was den Sammler natürlich freut.

 

Dieses Exemplar ist ein Showfahrzeug der Extraklasse. Von dem VW 1600, der als Basis diente, ist nicht mehr viel übrig. Das auffälligste Merkmal ist wohl das gechoppte Dach. Passend dazu wurde der Wagen mit originalen, seltenen Fuchs-Felgen versehen und rundum «gecleant», weshalb die Türen nun per Fernbedienung entriegelt werden. Der gesamte Innenraum wurde komplett gemacht – Lenkrad und Audioanlage inklusive. Die Lackierung ist neu und in einem hervorragenden Zustand. Alle Änderungen sind eingetragen und die MFK wurde im Mai 2020 gemacht. Sämtliche Belege zu den Arbeiten am Fahrzeug sind vorhanden und es gibt zu sogar einen Artikel über diesen Typ 3 in einem Tuning-Heft. Das Heft gibt es selbstverständlich zu den restlichen Unterlagen dazu.

Nun zu den Mankos: Am Kofferraum gibt es einen Anflug von Rost, der ohne grossen Aufwand zu beseitigen ist und die Reifen sollten demnächst ersetzt werden. Diese Arbeiten können auf Anfrage gerne übernommen werden.

 

Preis: 32’900 CHF

Verkauf im Kundenauftrag. Besichtigung und Probefahrt auf Anfrage.

Leasing und Teilzahlung möglich.

Details

– Einzigartiger Umbau

– Neue Lackierung

– Kein Rost (bis auf die beschriebene Stelle)

– Alle Änderungen eingetragen

– Neuer Innenraum

– Sehr gepflegt

– 85’482 Km

– MFK 05.2020

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